Dienstag, 6. Dezember 2011

Mit dem Rettungshubschrauber im Parkverbot gelandet - Anzeige kassiert

Der Pilot konnte es nicht fassen. Er war mit seinem Rettungshubschrauber nahe beim Geschehen gelandet, um Erste Hilfe zu leisten, und wurde von einem übereifrigen Bürger angezeigt - weil er den Hubschrauber im Parkverbot abgestellt hatte!!!??

Paul Coelho - Die drei Symptome des Todes unserer Träume

Das hier hat Paul Coelho heute auf facebook gepostet, und es ist es wert, auch an anderer Stelle - an möglichst vielen Stellen, also auch hier - festgehalten zu werden. Das Orginal finden Sie hier auf Paul Coelhos Blog.

Die drei Symptome, an denen wir erkennen können, das unsere Träume sterben.


Das erste Symptom, an dem wir merken, dass wir unsere Träume abtöten, ist Zeitmangel. Die am stärksten beschäftigten Leute, die ich in meinem Leben gekannt habe, haben immer Zeit genug, alles zu tun. Diejenigen, die nichts tun, sind immer müde und selbst bei der wenigen Arbeit unachtsam, die sie tun müssen. Sie beschweren sich ständig, dass der Tag zu kurz ist. Die Wahrheit ist, sie haben Angst, den guten Kampf zu kämpfen.

Das zweite Symptom des Todes unserer Träume liegt in unseren Gewissheiten. Weil wir das Leben nicht als ein großes Abenteuer sehen wollen, fangen wir an, uns selbst als klug, fair und korrekt einzuschätzen und fragen nicht mehr nach dem Leben. Wir schauen über die Mauern unserer täglichen Existenz, und wir hören den Klang der brechenden Lanzen, wir riechen den Staub und den Schweiß, und wir sehen die großen Niederlagen und das Feuer in den Augen der Krieger. Aber wir sehen nie das Vergnügen, die immense Freude in dien Herzen derer, die in die Schlacht eingreifen. Für sie ist weder Sieg noch Niederlage wichtig. Wichtig ist nur, dass sie den guten Kampf kämpfen.

Das dritte Symptom schließlich des Todes unserer Träume ist der Frieden. Das Leben wird zu einem Sonntagnachmittag, wir bitten um nichts Großartiges, und wir hören auf,  mehr zu fordern, als wir zu geben bereit sind. In diesem Zustand schätzen wir uns als reif ein, wir legen die Fantasien unserer Jugend beiseite, und wir suchen den persönlichen und beruflichen Erfolg. Wir sind überrascht, wenn Leute unseren Alters sagen, dass sie immer noch dieses oder jenes vom  Leben wollen. Aber wirklich, tief in unseren Herzen wissen wir, was passiert ist, dass wir auf den Kampf für unsere Träume verzichtet haben - wir haben es abgelehnt, den guten Kampf zu kämpfen.

Wenn wir auf unsere Träume verzichten um Frieden zu finden, gehen wir durch eine kurze Periode der Ruhe. Doch die toten Träume beginnen in uns zu faulen und unser ganzes Sein zu infizieren.
Wir werden grausam zu den Menschen um uns herum, und dann fangen wir an, diese Grausamkeit gegen uns selbst zu richten. Krankheiten und Psychosen treten auf. Was wir zu meiden versuchten, in dem wir das Gefecht mieden, nämlich Enttäuschung und Niederlage,  kommt nun wegen unserer Feigheit über uns.

Und eines Tages machen uns die toten, verdorbenen Träume den Atem schwer, und wir suchen selbst den Tod. Es ist der Tod, der uns befreit von unseren Gewissheiten, von unserer Arbeit, und von diesem schrecklichen Frieden unseres Sonntagnachmittags.

Worte des Petrus, meines Führers während der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela

Sorry für die amateurhafte Übersetzung

Montag, 5. Dezember 2011

Wegen Wechsel des Telefon-Anbieters: Polizei-Notruf für 2 Wochen nicht erreichbar.

Die Berliner Polizei muss sparen. Erst neulich wurde bekannt, dass ein Teil der Routine-Einsätze nicht mehr gefahren werden kann, weil das Geld für das Benzin der Einsatzfahrzeuge nicht mehr ausreicht. Um die Kosten zu reduzieren, entschloss sich die Berliner Polizei daher, bei den Telefonkosten einzusparen und wechselte deshalb vom teuren Anbieter Telekom zu 1 + 1.

Mittwoch, 30. November 2011

Schuhbeck ./. Schuhbeck - die Klage des Meisterkochs


Klingt wie ein Scheidungsverfahren, ist es aber nicht.

Alfons Schuhbeck klagt gegen Sebastian Schuhbeck, seines Zeichens Traunsteiner Religionslehrer und "Bayerischer Landesbeauftragter für Computereinsatz im Religionsunterricht". Und als solcher betreibt Sebastian S. die Homepage mit der Adresse www. schuhbeck.com. Und dagegen hat Alfons S. etwas.

Samstag, 19. November 2011

Jetzt ist es amtlich: Mieter dürfen Piratenflagge ins Kinderzimmer-Fenster hängen!

LG Chemnitz: Freibeuter-Fahne verunstaltet die Fassade nicht und schreckt auch keine Mietinteressenten ab.

Wie so viele andere Kinder wollte Kevin (oder war es Elvis?) aus Chemnitz nicht mehr länger Kevin (oder Elvis) sein, sondern Jack: Jack Sparrow - Captain Jack Sparrow! Und deshalb hängte er zum Zeichen seiner neuen Identität die Fahne der Freibeuter ins Fenster seines Kinderzimmers, auf dass alle Nachbarn es wissen sollten: Mit Kevin Sparrow ist nicht zu spaßen! (Es muss Kevin gewesen sein - Elvis Sparrow ist kaum auszusprechen!)

Und tatsächlich: Der Vermieter von Kevins Mutter fand das auch gar nicht spaßig. Er verlangte, die Flagge umgehend zu beseitigen. Sie verschandele das ganze Haus, in dem noch Wohnungen frei waren und in die nun angeblich keiner mehr einziehen wolle: Wer will schon mit mit Piraten unter einem Dach leben?! Sie rauben (einem den Nerv), morden (einem den Nachmittagsschlaf) und trinken (eine Fanta nach der anderen) - kurzum: Sie sind eine Zumutung für jeden gesetzestreuen Bürger.

Aber Kevin wäre nicht Captain Jack Sparrow, wenn er so einfach aufgegeben hätte! Und auch seine Mutter sah nicht ein, warum man die Fahne der Freiheit einfach einrollen sollte. Zumal sie vermutete, mit der spassbremsenden Forderung des Vermieters vor allem deshalb konfrontiert zu sein, weil sie diesem kurz zuvor eine umfangreiche Liste mit Mängeln an der Wohnung hatte zukommen lassen. Die Sachsen waren (und sind) von jeher ein eigensinniges, um nicht zu sagen: aufsässiges Volk.

Der Vermieter zerrte die Piratenmutter vor Gericht und forderte Schadensersatz und die Entfernung des Symbols der Freiheit. Der Amtsrichter gab ihm sogar Recht. Allerdings griff in zweiter Instanz das Landgericht Chemnitz ein und brach eine Lanze für Captain Kevin:
Wenn erkennbar sei, dass es sich um eine Kinder-Piraten-Flagge handele, sei der Schreck für die Erwachsenen, die ihrer gewahr werden, nicht so groß, dass sie entfernt werden müsse. Ohnehin würde in anderer Umgebung eine Freibeuterfahne nicht groß auffallen: In Hamburg auf St. Pauli zum Beispiel...

Allerdings hielt das Gericht auch fest, dass es sich vorbehalte, bei weiteren Beflaggungs-Fällen unter Umständen anders zu entscheiden: Die generelle Verwendung von Totenkopf-Flaggen wollte es nicht genehmigen, außerdem sei sicher anders zu entscheiden, wenn alle Fenster einer Wohnung piratenbeflaggt würden...

...womit auch diese, für uns alle eminent wichtige Frage des täglichen Lebens verbindlich entschieden wäre: Nieder mit den Knechten des Empires!

Quelle: Spiegel-Online, der den ganzen Prozess mit ebenso ausführlicher wie wohlwollender Berichterstattung begleitete. Kein Wunder: Sitzt doch die Redaktion des Spiegel in Hamburg, diesem Piraten-Nest...

(C) Foto Flagge: Tina Gössl auf www.pixelio.de

IKEA und Facebook: "Schraubst Du noch, oder wohnst Du schon?"



Kundenbefragung von IKEA auf Facebook - mit einer überraschenden Antwort.

Glücklich die Gemeinde, die neuer Standort einer IKEA-Filiale werden darf: Es gibt jede Menge Gewerbesteuer in die Kasse und damit goldene Zeiten für Politiker, die sich mit Schwimmbädern, Gemeindezentren und dergleichen mehr gern ihr eigenes Denkmal setzen.

So auch in Valladolid/Spanien, wo IKEA kürzlich eine neue Filiale eröffnete. Die darob hocherfreute Gemeinde räumte dem Bastelmöbel-Konzern das Recht ein, die Straße die zur Filiale führt, nach eigenem Gusto zu benennen. Und IKEA? Hielt es für eine gute Idee, via Facebook seine dortigen "Freunde" zu befragen, welchen Namen sie denn für den besten halten würden. Mit dem Versprechen, sich an die Namensauswahl von Volkes Stimme auch wirklich zu halten.

Das Ergebnis: Die Facebook-Freunde stimmten überwiegend für "Mir-fehlt-eine-Schraube-Straße". Und damit muss IKEA nun leben.

Einerseits: So einen Straßennamen wird sich sicher jeder merken können. Andererseits: Wie macht sich DAS denn auf dem Briefkopf der Filiale...?

(C) Foto: Stephanie Hofstätter auf www.pixelio.de
Quelle: www.tagesschau.de

Freitag, 4. November 2011

Keine Probleme mit dem Alkohol - bloss ohne...

Fahrrad in Blau
Der Angeklagte war mit dem Fahrrad nicht wirklich geradeaus gefahren, sondern hatte die ganze Straßenbreite benötigt - Anlass für die Polizei, ihn zu überprüfen. Ergebnis: 3,1 Promille - ein stolzer Wert. Was aber nicht bedeutet, dass nicht noch mehr ginge.

Als nämlich das Amtsgericht Seesen gegen den Mann wegen Alkohols am Fahrradlenker (auch das kann bestraft werden!) verhandeln wollte, erschien der Angeklagte zwar, konnte sich aber kaum an der Anklagebank festhalten. Schon anch wenigen Minuten roch es im Gerichtssal wie in einer Brauerei. Neue Blutprobe - Ergebnis: 3,6 Promille. Wow - kurz vor der Vergiftung!

Der Richter vertagte die Verhandlung, und beim nächsten Mal erschien der Angeklagte vergleichsweise nüchten - nur 0,3 Promille. Respekt! Aber: So wenig Alkohol im Blut war auch wieder schlecht verträglich für den Mann. Er zitterte wie Espenlaub und hatte sich nur schwer unter Kontrolle.

Trotzdem führte der Richter die Verhandlung durch und verurteilte den Mann zu einem Monat Freiheitsstrafe auf Bewährung und zu einer Alkoholtherapie - oder besser gesagt: Zu einer Anti-Alkohol-Therapie... Was angesichts des Berufs des Mannes vielleicht gar keine schlechte Idee war. Der war nämlich Dachdecker...

(C) Foto: Tobias Kunze auf www.pixelio.de